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Da ich nun diesen Blog etwa 2 Jahre lang sträflich vernachlässigt habe, und in Zukunft wieder öfters was posten möchte, kommt hier mal ein kleiner Überblick über die wichtigsten Videoprojekte der letzten beiden Jahre, in die ich involviert war. Im zweiten Teil gibt’s die wichtigsten Projekte bis Anfang 2012.

Weihnachten 2011: Rüdigers Jagd nach dem Weihnachtsschinken, Weihnachtsgruß / Zeitlupenstudie.
Rüdiger und die Hand mit dem Schinken… eine Haßliebe! Zeitlupenstudie, Aufnahmeformat 720p mit 50fps, Frameinterpolation für Zeitlupe mit Twixtor.

Ende 2011: Trailer für den „zeit im:puls² Kurzfilmwettbewerb 2012“.
Für diesen Trailer habe ich Kamera, Ton und Postproduktion gemacht. Für die Kamerafahrt saß ich übrigens verkehrt auf dem Sattel eines Fahrrades, welches von einem Assistenten manövriert wurde.

Herbst / Winter 2011: soXine feat. Rainer Schönfelder – „Eventuell, eventuell“, Musikvideo.
Ski Alpin – Legende und Society – Moderatorin mit charmanter Peter Alexander – Coverversion. Für dieses Projekt habe ich Kamera, Licht und die gesamte Postproduktion übernommen. Mein erstes größeres Projekt in der Greenbox im WERK.

Herbst 2011: „Schumpeter adopts Social Innovation“, Wissenschaftsfilm / Kurzfilm.
Mein Beitrag zu diesem Projekt: Kamera, Licht, Ton, gesamte Postproduktion. Der Film wurde in einer etwas anderen Fassung als Eröffnungsfilm der „Challenge Social Innovation Conference 2011“ in Wien vorgeführt.

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Da ich nun diesen Blog etwa 2 Jahre lang sträflich vernachlässigt habe, und in Zukunft wieder öfters was posten möchte, kommt hier mal ein kleiner Überblick über die wichtigsten Videoprojekte der letzten beiden Jahre, in die ich involviert war. Im ersten Teil gibt’s die wichtigsten Projekte bis inkl. Mai 2011.

April/Mai 2011: „Vienna flashmob in sympathy for victims of earthquake in Japan“, Kurzdoku.
Für dieses Projekt habe ich die Zeitrafferaufnahmen gemacht und die gesamte Postproduktion übernommen.

April 2011: Six Tin Jonesy – „New Ways“, Musikvideo.
Hier habe ich mich um Kamera, Schnitt und die gesamte Postproduktion gekümmert und habe bei der Projektplanung geholfen.

Six Tin Jonesy Website

Jänner 2011: Black Luxus – „OMG“, Musikvideo.
Im zuge der Arbeiten an „Leerzeichen“ stieß ich bei der Suche nach gemeinfreiem Videomaterial auf die Prelinger Archives. In „Leerzeichen“ kommt in einer Sequenz kurz Footage aus diesem Archiv, gemeinsam mit Musik von Black Luxus vor. Die Kombination der Bilder von US-Atomtests aus den 50er Jahren und dem Song „OMG“ hat mich gereizt, ein ganzes Musikvideo daraus zu machen, worauf ich weiteres altes US – Filmmaterial aus den Prelinger Archives besorgt und das folgende Video daraus gemacht habe:

Winter 2010/11: Pauls – „Disco Love“, Musikvideo.
Bei diesem Projekt war ich für Kamera und Licht verantwortlich.

Pauls Website
Pauls auf Facebook

Winter 2010/11: Leerzeichen, Kurzdrama.
Bei Leerzeichen war ich für Kamera, Licht und Ton verantwortlich.


Rahmenhandlung:
Frei von Psychoanalyse und Psychiatrie werden die letzten Stunden einer jungen Frau vor ihrem selbstgewählten Tod erzählt. In dieser Zeit durchlebt der Zuschauer Gedanken und Träume in Form von Bildern, die aus dem innersten der Protagonistin entspringen zu scheinen. Anfänglichs klar strukturiert verschwimmen Erinnerung und Imagination zu Assoziationen, die symbolhaften Charakter gewinnen. Realität und Fiktion, Traum und Wirklichkeit lassen sich nicht mehr unterscheiden… Bis zum Schluss.

Ein Film von Ulla Bartel.

Leerzeichen auf Facebook

Wie bereits angekündigt ist meine Diplomarbeit nun online verfügbar, und zwar im Volltext als PDF – Download. Der Download steht am Hochschulschriftenserver „E-Thesis“ der Universität Wien bereit: http://othes.univie.ac.at/7971/

EDIT 04/2010: Die Diplomarbeit ist mittlerweile auch als Buch käuflich zu erwerben: ISBN 978-3-640-57521-3 / Amazon – Link.

Man hat irgendwie schon lange das Gefühl, dass die erbitterten Schlachten, die die Contentindustrie gegen sogenannte „Piraten“ oder „Raubkopierer“ führt, einerseits maßlos übertrieben, und andererseits über kurz oder lang sowieso zum scheitern verurteilt sind. Im Zuge dessen tauchen Fragen auf wie „hat das geistige Eigentum eigentlich heute noch seine Berechtigung?“ und „wie sollen die Produzenten von Kulturgütern eigentlich für ihre Leistungen vergütet werden, wenn ihre Produkte ungehindert und frei im Internet zirkulieren?“ Was nun genau hinter dieser Problematik steckt, lässt sich gar nicht so einfach niederbrechen. Ich habe – wie ich in diesem Eintrag erkläre – einen medienhistorischen Zugang gewählt, um das Problem näher zu beleuchten. Wie und warum das funktionieren soll? Weiterlesen!

Geschichte wiederholt sich, bzw. ist ein zirkulärer Prozess. Diese Aussage sollte man zwar nicht allzu wörtlich nehmen, aber sie hat genau dann ihre volle Berechtigung, wenn man damit bestimmte Muster und Strukturen bezeichnet, die sich unter gewissen Umständen – wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen – wiederholen. Dazu nun ein Beispiel.

Im 15. Jahrhundert wurde nicht nur der Buchdruck erfunden, sondern es etablierte sich gemeinsam damit auch die dezentrale Distributionsstruktur des freien Marktes. Kirchlichen und weltlichen Machthabenden wurde dadurch nachhaltig die hegemoniale Kontrolle über Wisensverwaltung und -distribution Entzogen – restriktive Gegenmaßnahmen wie Zensur und Approbation konnten dies von Anfang an nicht verhindern, doch waren sie etwa 3 Jahrhunderte lang die Einzigen Mittel, welche die Kontrollinstanzen der dezentralen Unterwanderung durch einen unüberschaubaren Informationsmarkt entgegenzusetzen hatten. Erst die Entstehung des geistigen Eigentums im 18. Jahrhundert konnte eine der medialen Situation angepasste Regulierung von Informationsdistribution gewährleisten – freilich hatten sich Kultur und Gesellschaft in der Zwischenzeit auf allen denkbaren Ebenen stark verändert.

Im 20. Jahrhundert wurde nicht nur die digitale Rechenmaschine erfunden, sondern es etablierte sich gemeinsam damit auch eine dezentrale Struktur zur Distribution von Information, bekannt als Internet. Der Kultur- oder Contentindustrie wurde dadurch nachhaltig die hegemoniale Kontrolle über die Distribution kultureller Güter entzogen – restriktive Gegenmaßnahmen wie Rechtsverschärfungen und Klagewellen/Schauprozesse gegen einzelne „Contentdiebe“ und „-verteiler“ unter Millionen konnten dies von Anfang an nicht verhindern, doch sind sie bis heute die einzigen Mittel, welche die Kontrollinstanzen der dezentralen Unterwanderung durch einen unüberschaubaren Austausch kultureller Güter entgegenzusetzen haben. Eine der medialen Situation angepasste Regulierung, welche sowohl Konsumenten als auch Produzenten kultureller Güter zufriedenstellen würde, wird fieberhaft gesucht. Ebenso fieberhaft gesucht wird eine neue Rolle, welche die ehemaligen Distributoren der nun mehr obsolet gewordenen materiellen Informationsträger (Kultur- oder Contentindustrie) unter den neuen Voraussetzungen ausfüllen sollen.

Die Parallelen stechen ins Auge – in beiden Fällen handelt es sich um den Übergang von einem medialen Paradigma zu einem neuen, womit etablierte Strukturen und kulturelle Gewohnheiten umgestoßen werden und gegen das Neue zunächst angekämpft wird, weil es nicht verstanden wird.
Genau dieser Gedanke war wohl der primäre Grund, warum ich eine medienhistorische Herangehensweise dafür gewählt habe, in meiner Diplomarbeit das Phänomen „geistiges Eigentum“ im Zusammenhang mit dem heutigen digitalen Medienparadigma zu untersuchen. Sie verspricht nämlich, aus einer historischen Perspektive Licht in eine Angelegenheit zu bringen, welche kaum verstehbar ist – einerseits in ihrer Komplexität, andererseits deshalb, weil es sich um einen andauernden, noch lange nicht abgeschlossenen Prozess handelt.

Ein erster Eindruck, wie ich in der Arbeit vorgegangen bin, lässt sich durch folgende, der Arbeit entnommene Zusammenfassung gewinnen. Die gesamte Arbeit wird demnächst u.a. auf dem Hochschulschriftenserver der Universität Wien und in weiterer Folge hier am Blog zu finden sein.
EDIT 02/2010: Zum PDF-Download der Diplomarbeit: http://othes.univie.ac.at/7971/
EDIT 04/2010: Die Diplomarbeit ist mittlerweile auch als Buch käuflich zu erwerben: ISBN 978-3-640-57521-3 / Amazon – Link.

„Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Status des Phänomens „geistiges Eigentum“ in seinen positiven Ausformungen „Urheberrecht“ beziehungsweise „Copyright“ und seiner historischen Entwicklung bis ins angehende 21. Jahrhundert auseinander.

Die Arbeit zeigt, wie das Konzept des geistigen Eigentums mit dem Aufstieg und Fall der Buchkultur in Verbindung steht und geht dabei besonders auf den Status des Autors als Schöpferindividuum ein, wie er in der Zeit um 1800 entstand und seit Ende des 19. Jahrhunderts begann, sich in philosophischen Diskursen wieder aufzulösen.

Die historische Analyse zeigt, wie epistemologische Debatten Autor- und Künstlerkonzepte formten und sich daraus juristische Konzepte zur Regulierung geistiger Eigentumsrechte ergaben.
Dabei wird hauptsächlich eine medienhistorische Perspektive angewandt, d.h. dass zunächst von den historischen Auswirkungen neuer Medientechnologien auf ihre Bedeutung für die beiden aneinander gekoppelten Konstrukte „Autorschaft“ und „geistige Eigentumsrechte“ geschlossen wird.

So wird der historische Unterbau für eine Betrachtung des heutigen Status von geistigem Eigentum hergestellt, wobei die Auswirkungen digitaler Vernetzung auf Autorschaft und kulturelle Produktion ins Zentrum des Interesses rücken. Dabei wird u.a. differenziert, welche Arten kultureller Produktion auf Traditionen der Buchkultur gründen und welche den digitalen Medien entspringen. Dies eröffnet eine Perspektive, die den medialen Paradigmenwechsel, der im 15. Jahrhundert durch die Erfindung des Buchdrucks ausgelöst wurde, mit jenem vergleicht, der von der Entstehung der technischen Medien Ende des 19. Jahrhunderts vorbereitet und durch die globale digitale Vernetzung ins Rollen gebracht wurde.

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die heutigen geistigen Eigentumsrechte in ihren positiven Ausformungen den medialen Rahmenbedingungen nicht mehr entsprechen, da sie auf den Voraussetzungen der Buchkultur gründen, mit einer digital vernetzten Medienumwelt nicht kompatibel und daher langfristig nicht mehr ohne grundlegende Transformationen haltbar sein werden. Die Schwierigkeit, dieses Problem in all seinen Ebenen zu erkennen und die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen, hängt mit der Beschaffenheit medialer Paradigmenwechsel im Allgemeinen zusammen, was auch am historischen Beispiel des Wechsels zur Buchkultur gezeigt wird: der Übergang zu einem neuen Paradigma kann nur dann vollends verstanden werden, wenn die Gesetzmäßigkeiten des neuen Paradigmas in all ihren Auswirkungen erfasst werden, was zur Zeit des Übergangs kaum möglich ist, da jegliche Beschreibungsversuche zunächst auf Begrifflichkeiten des alten Paradigmas angewiesen sind.“

Quelle: Razocha, Florian: „Geistiges Eigentum von der frühen Neuzeit bis ins Zeitalter der digitalen Information – Eine medienhistorische Betrachtung eines Phänomens.“ Diplomarbeit, Universität Wien 2009.

In folgendes kurzes Video habe ich ein paar Eindrücke von der kurzen Besetzung der Mensa des Wissenschaftsministeriums in Wien durch Studierende und Lehrende des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft am 5.11.2009 gepackt, die im Zuge eines Bundesweiten Aktionstages stattfand, welcher von den BesetzerInnen des Audimax der Uni Wien ausging.

http://www.thewi.at
http://unsereuni.at
Musik: Salakapakka ( Link )

Als Christoph Gasteiger und meine Wenigkeit vor knapp sechs Jahren die Idee hatten, in Bad Goisern ein kleines Rockfestival in der Kunstmühle zu organisieren, hätten wir wohl nicht so ohne weiteres geglaubt, dass das Festival heute da sein würde, wo es jetzt ist. Wir waren ziemlich unsicher darüber, ob es überhaupt mehr als eine einmalige Angelegenheit sein würde.

Das Publikum in Goisern und den umliegenden Gemeinden (teilweise auch von weiter her) hat uns eines Besseren belehrt: das Kunstmue Festival wird offenbar von vielen gemocht und jedes Jahr wieder gerne besucht.

Deshalb hat das Festival auch schon eine kleine Erfolgsgeschichte hinter sich: jedes Jahr kommen etwas mehr Besucher als zuvor – von knapp 300 im ersten Jahr hat sich die Besucherzahl auf gut 600 Besucher am Kunstmue Festival 2008 mehr als verdoppelt.

Das Prinzip ist einfach, und funktioniert dementsprechend gut: niemand bezahlt Eintritt, Getränke und Speisen sind nicht überteuert und es gibt eine gratis Campingmöglichkeit.

Aber wie in aller Welt soll so etwas zu finanzieren sein?

Ganz einfach: alle, denen etwas am Festival liegt, helfen mit, so gut sie können.

Zahlreiche Helfer arbeiten ehrenamtlich im Vorfeld bei der Organisation und am Festival selbst bei der Durchführung mit und leisten dabei einen Arbeitsaufwand, der nicht zu unterschätzen ist.

Lokale und regionale Sponsoren tragen einen Teil zur Finanzierung bei und die Marktgemeinde Bad Goisern, die auch als Veranstalter fungiert, unterstützt das Festival durch tatkräftige Mitarbeit und einige andere wichtige Ressourcen.

Alle Bands erklären sich bereit, zu besonders günstigen Konditionen aufzutreten (und sind erfahrungsgemäß dennoch durchwegs zufrieden mit dem Festival).

Und nicht zuletzt trägt das Publikum selbst einen erheblichen Teil zum Bestehen des Festivals bei: die Finanzierung wird durch den Speisen- und Getränkeverkauf und freiwillige Spenden mitgetragen.

Man sieht also, dass es beim Kunstmue Festival nicht um Gewinn geht, sondern darum, gemeinsam ein möglichst schönes Festival zu gestalten, und das gelingt jedes Jahr aufs neue.

So soll es also auch im Juli 2009 wieder sein, am siebten Kunstmue Festival in Bad Goisern – es spricht auch nichts dagegen:

Einige der 44 Bands, die in den letzten Jahren bereits in der Kunstmühle aufgetreten sind, wollen auch heuer wieder mit dabei sein, und zahlreiche weitere haben sich bisher schon beworben.

Auch das Publikumsinteresse ist offensichtlich ungebrochen, in Anbetracht der vielen Bandwünsche, die schon ein halbes Jahr vor dem Festival geäußert werden.

Deshalb freue ich mich auch ganz besonders auf das heurige Festival, in dem auch ein kleines Jubiläum gefeiert werden kann: die sechste Band, die 2009 die Bühne betreten wird, wird die fünfzigste Band sein, die jemals im Rahmen eines Kunstmue Festivals aufgetreten ist.

Ich hoffe auch, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich sage, dass ich mich schon auf die hundertste Kunstmue – Band freue. 🙂

LINKS:

Über das Festival

Die offizielle Kunstmue Website

Das Kunstmue Festival auf Myspace

Die Kunstmühle bei last.fm

Kunstmue Festival 2009 Schlussbericht am Kunstmue Blog

Im Sommersemester 2008 war ich an dem Kurzfilmprojekt „Jesus von Simmering“ beteiligt, welches im Rahmen der Lehrveranstaltung „Von der Idee zur Sendung II“ von Peter Baminger am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Uni Wien zustande kam. Ich war dabei in erster Linie für Kamera, Ton und Schnitt verantwortlich.

„Jesus von Simmering“ als HD – Stream auf Vimeo

CREDITS:

Offizielle Projektwebsite von „Jesus von Simmering“

Kurzfilm/Studierendenfilm, Österreich 2008.
Regie: Jochen Schmidtberger.
Drehbuch: Jenny Bartel, Jörg Sovinz.
Nach einer Idee von: Jörg Sovinz.
Kamera/Ton/Schnitt: Florian Razocha.
Produktion: Ulla Bartel.
Entstanden im Zuge der Lehrveranstaltung „Von der Idee zur Sendung II“ des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, Sommersemester 2008.

Alle Artikel

@FlorianRazocha

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